Regional ist das neue Bio bei Kartoffeln

Der Rote Emmy ist Karsten Ellenbergs Lieblingskartoffel. „Er hat ein tolles Aroma, ist länglich, elegant in der Form, hat einen hohen Ertrag und schmeckt angenehm mild“, sagt der Biobauer aus Barum bei Uelzen in Niedersachsen. Darüber hinaus hat die Knolle, die nach der Großmutter des 57-Jährigen benannt ist, einen hohen Vitamingehalt und der Anteil an dunklen Pflanzenfarbstoffen Anthocyanen, wie sie in Rote Beete, Rotkohl und Rotwein vorkommen, ist hoch.

Fünf bis sechs Rollis Ellenberg sucht nach alten Kartoffelsorten, züchtet sie und liegt mit seiner breiten Palette von 35 Sorten im Trend der Zeit. Niedersachsen begann vor 15 Jahren mit der Züchtung, als er sich drei Sorten aus der weltgrößten Kartoffel-Genbank in Peru schicken ließ. „Nicht einmal ein Kilo Pflanzen kostete tausend Dollar, aber es war es wert“, berichtet er. Seitdem fahren täglich fünf bis sechs Shuttle-Busse von der Post, randvoll mit Kartoffelpaketen nach ganz Europa, und die Autos fahren fast im Minutentakt auf den Hof. „Regional ist das neue Bio„, bestätigt Sohn und Marketingexperte Julius. Biobauern mit Direktvermarktung gehören zu den Gewinnern der Corona-Beschränkungen. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 20 Prozent, obwohl im Frühjahr nur Kunden aus Niedersachsen den Weg in den gut gekühlten kleinen Laden gefunden haben. Inzwischen kommen auch Touristen aus der Lüneburger Heide zurück. „Ich kann den Trend bestätigen. Im Direktmarketing ist deutlich sichtbar, dass die Verbraucher mehr auf Regionalität achten“, sagt die Sprecherin Sonja Markgraf von Landvolk Niedersachsen.

Am Straßenstand oder im Hofladen ist es ruhiger als im Supermarkt. Die Erfahrung, selbst Erdbeeren zu pflücken, war sehr beliebt. „Das war Corona bereits klar, aber es ist noch intensiver geworden. Die Menschen wollen frische, regional angebaute Produkte und nicht einen Apfel, der um die halbe Welt geflogen ist“. Konventionelle Landwirte, die Industriekartoffeln für Pommes Frites anbauen, haben den größten Teil ihres Marktes an Corona verloren.

Sorten für den Norden Carsten Ellenberg möchte mehr vitale Sorten für den Norden produzieren. „Das nasse Jahr 2017 war ein katastrophales Jahr und die Extreme halten an“, berichtet er aus seiner jahrelangen Erfahrung.

Sein Ziel: Kartoffeln zu entwickeln, die gegen Spätschädlinge resistent sind. In der Zwischenzeit kann das gelbe heidnische Marihuana dem Pilz widerstehen, selbst der Regen macht ihm nichts aus. Er macht sich Sorgen um die Zukunft der beliebten Linda, die bereits durch ein abgelaufenes Patent bedroht ist – sie mag das Nasse nicht.

Quelle: Nordwest Zeitung

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